BIOwelt Newsletter 5/2025

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Newsletter 5/2025

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Inhalt
  1. Für Insekten giftig: ChatGPT baut NGT-Pflanze
  2. Netzwerk stärken: BNN sucht neue Mitglieder
  3. Landwege: Insolvenz in Eigenverwaltung
  4. Schweisfurth Stiftung feiert Jubiläum
  5. Bio-Mobil erreicht die Zielgerade
  6. Beetgold schlittert in Insolvenz
  7. Öko-Feldtage 2025: Züchtung erleben
  8. Treffen der Regionalbewegung
  9. Arge Heumilch wächst weiter
  10. Gepa steigert Umsatz zweistellig
  11. Aus der Redaktion: Coming soon – BIOwelt 6/2025
Foto: Thomas Hansen / stock.adobe.com 2023
Zeit für die Notbremse: In einem simplen Praxistest ist es gelungen, mithilfe einer öffentlich zugänglichen Version des KI-Bots Chat GPT, NGT 1-Pflanzen zu entwerfen, die für Insekten giftig sind. Geht es nach dem Gesetzesentwurf der EU-Kommission, sollen diese Pflanzen  aus Neuen Genomischen Techniken (NGT) künftig ohne Risikoprüfung und Kennzeichnung freigesetzt werden können. Das berichtet jetzt die Aurelia Stiftung. Sie erzeugte in einem gemeinsamen Projekt mit dem Verein Testbiotech und der Initiative Save Our Seeds (SOS) den Bauplan für einen insektengiftigen Mais. Insektzide Pflanzen können laut Aurelia Stiftung allerdings nicht nur für die anvisierten Schädlingsarten giftig sein, sondern auch für andere Organismen. Bei Insekten, die mit der NGT 1 Mais-Pflanze insektengiftige Eiweißstoffe aufnehmen, werde die Verdauung gestört, so die Stiftung. Dadurch könnten die Tiere verhungern – die Sterblichkeit steige. Lesen Sie hier weiter ...
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 Der neue BNN-Vorstand v. l.: Volkmar Spielberger, Daniela Feldt und Thomas Hölscher. Foto: BNN 2025
Der BNN will nachlegen: Er strafft seine Strukturen und verabschiedet eine neue Beitragsordnung, um kleinere, inhabergeführte Bio-Läden für sich zu gewinnen. Händler, die dem Verband beitreten, profitieren künftig von einem Beitragssatz für Neumitglieder. Sie zahlen nicht nach Umsatz, sondern einen pauschalen Beitrag von 500 Euro pro Verkaufsstätte. Das sei ein starkes Bekenntnis zu Teilhabe und Vielfalt – so der BNN, der sich das Ziel gesetzt hat, die gesamte Wertschöpfungskette stärker zu vernetzen. „Der Bio-Mittelstand braucht einen Verband, der zuhört, vernetzt, Position bezieht und umsetzbare Lösungen liefert“, lautete der Tenor auf der zweitägigen Mitgliederversammlung in Leipzig. Lesen Sie hier weiter ...
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Foto: BÖLW 2025
Die EVG Landwege gilt als Leuchtturm im Bio-Fachhandel – jetzt beantragt die Genossenschaft aus Lübeck Insolvenz in Eigenverwaltung. Das Verfahren soll am 1. Juli eröffnet werden – ein Standort in Bad Schwartau steht vor dem Aus. „Wie bei allen Bio-Händlern machte uns der dramatische Umsatzrückgang seit dem Beginn des Ukraine-Krieges zu schaffen“, so Vorständin Tina Andres, Galionsfigur des BÖLW. Ein weiterer Faktor: der Fachkräftemangel. Andres denkt über neue Wege für Landwege nach. BIOwelt sprach mit ihr über Synergien und Superwoman-Kräfte, personalfreie Läden und politisches Versagen. Mehr in BIOwelt 6/2025.
Foto: Schweisfurth Stiftung 2025
Rund 100 Gästen kamen nach Glonn, als die Schweisfurth Stiftung am 8. Mai ihr 40-jähriges Jubiläum feierte. Im Fokus stand in den Herrmannsdorf Landwerkstätten die Zukunft einer nachhaltigen Ernährungswirtschaft. Mit dabei waren Öko-Landwirte und Vertreter aus Bio-Branche, Behörden, Verbänden, Wissenschaft, NGO und dem Umweltschutz. Zudem stellte Vorstand Dr. Niels Kohlschütter neue Projekte der Stiftung vor wie das Organic Future Camp im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Im Rahmen der Öko-Feldtage vom 16. bis 18. Juni auf dem Wassergut Canitz können sich junge Menschen zwischen 16 und 32 Jahren im Camp aktiv über die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft austauschen und gemeinsam an konkreten Zukunftsvisionen arbeiten.
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Foto: Bioland 2025
Es geht in die letzte Runde: In Göttingen fiel am 19. Mai der Startschuss für die diesjährige Tour des Bio-Mobils. Im dritten und finalen Jahr der EU-geförderte Bioland-Kampagne „Grenzenlos regional – Bio in Europa“ tourt das mobile Info-Angebot zum letzten Mal durch Deutschland. Auf seiner Route macht das Bio-Mobil Halt in sechs Städten, um biologische Landwirtschaft erlebbar zu machen und Verbraucher für nachhaltige Kaufentscheidungen zu sensibilisieren. In Göttingen bleibt das Bio-Mobil bis zum 10. Juni, bis Ende September rollt es weiter durch Leipzig, Bochum, Kiel, Bremen und Bielefeld. Insgesamt macht das Bio-Mobil im Laufe der dreijährigen Projektzeit in 18 deutschen Städten Station. Ob am Bio-Mobil selbst, in Schulen, auf Höfen oder bei regionalen Bio-Partnern: Mitmachaktionen vermitteln zahlreiche Bio-Basics.
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Foto: Pixabay/KI-generiert 2025
Beetgold ist insolvent: Das Start-up aus Oberfranken stellte den Antrag beim Amtsgericht Bamberg. Ein Insolvenzverwalter prüft jetzt die wirtschaftliche Lage – Beetgold Geschäftsführer Friedrich Büse bemüht sich um einen Neuanfang. Das 2019 gegründete Unternehmen ging aus einem Ideenwettbewerb der Hochland-Gruppe hervor und gehört seit 2024 zur Bamberger Irodima Holding, an der Hochland noch immer mit 20 Prozent beteiligt ist. Bei der Holding waren die Erwartungen offenbar hoch: Für Übernahme und Umbau einer ehemaligen Bamberger Fleischfabrik zu einem Food Campus investierte Irodima rund sieben Millionen Euro. Das meldete die Lebensmittel Zeitung. Das Bio-Unternehmen Beetgold produziert unter anderem vegane Wraps, Pizzaböden und Brotaufstriche mit einem hohen Gemüseanteil an.  Die Produkte liegen in den Regalen des Bio-Fachhandels, aber auch in konventionellen Supermärkten wie Rewe.
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Foto: Bingenheimer Saatgut 2024
Ökozüchtung rückt in den Fokus, wenn die Ökofeldtage am 18. und 19. Juni auf dem Wassergut Canitz in Sachsen einladen. Die Bingenheimer Saatgut AG stellt mit ihren Partnern am Gemeinschaftsstand Ökozüchtung mehr 100 Sorten im Anbau auf der Schaufläche (Stand B 3.2) vor. Dazu gehören auch gut 40 samenfeste Gemüsesorten mit verschiedenen Neuzüchtungen von Kultursaat e. V. und Saat:gut e. V. sowie eine Auswahl an Kräutern, Blumen und Gründüngungen. Zudem informiert die Bingenheimer Saatgut über aktuelle Züchtungsprojekte und lädt zum persönlichen Austausch und zur fachlichen Beratung ein. Wie wichtig die Ökozüchtung jetzt werden kann, zeigt sich im Hinblick auf die Deregulierung der Neuen Gentechniken. Denn diese könnte dazu führen, dass ökologisch gezüchtete Sorten künftig einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung des Ökolandbaus leisten, der auch weiterhin konsequent ohne den Einsatz von Gentechnik arbeitet.
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Foto: Regeionalbewegung/Andreas Brehr 2025
Austausch und Wissenstransfer: Zum Treffen lädt der Bundesverband der Regionalbewegung e. V. gemeinsam mit dem Naturpark Lüneburger Heide ein. Das 12. Bundestreffen findet vom 4. bis 6. Juni im Hotelcamp Reinsehlen in Schneverdingen in die Lüneburger Heide ein. Mit einem vielseitigen Programm und rund 60 Referenten aus Politik, Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft steht die Veranstaltung ganz im Zeichen der Vernetzung: Sie bringt Menschen zusammen, die sich für eine zukunftsfähige Regionalisierung stark machen – insbesondere im Bereich der Land- und Ernährungswirtschaft. Politische Impulse kommen in diesem Jahr unter anderem von Miriam Staudte, Niedersachsens Landwirtschaftsministerin, und Christian Meyer, Niedersachsens Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Eine Videobotschaft schickt Alois Rainer, neuer Bundeslandwirtschaftsminister.
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Foto: Dorfkäserei Geifertshofen 2025
Die Arge Heumilch gewinnt zwei neue Mitglieder: Mit dabei sind nun die Dorfkäserei Geifertshofen und die Heumilch-Sennerei Rutzhofen. Die handwerkliche Heumilchkäserei Geifertshofen in Hohenlohe verarbeitet jährlich 2,2 Millionen Liter Bio-Heumilch von zwölf familiengeführten Höfen aus der Region. In der Allgäuer Heumilch-Sennerei Rutzhofen entstehen jährlich aus 1,4 Millionen Liter Heumilch von neun regionalen Lieferanten der Heumilchkäse. „Die Bekanntheit der Heumilch in Deutschland konnte in den letzten Jahren auf über 50 Prozent gesteigert werden“, so Christiane Mösl, Geschäftsführerin der Arge Heumilch. Der Verein vertritt seit 2014 Bauern in Bayern und Baden-Württemberg sowie deren Verarbeiter und Vermarkter.
v. l: Matthias Kroth, Kaufmännisch Geschäftsführer, Gifty Rosetta Amo Antwi, Geschäftsführerin Weltladen-Dachverband, Barbara Schimmelpfennig, Pressesprecherin, Andrea Fütterer, Leiterin Abteilung Grundsatz und Politik, sowie Peter Schaumberger (Geschäftsführer Marke und Vertrieb). Foto: Gepa 2025
Gute Bilanz fürs Jubiläumsjahr: Zum 50. Bestehen gelingt es der Gepa in 2024, ihren Umsatz im Vergleich zu Vorjahr zweistellig zu steigern: Der Fair-Handels-Pionier erzielte ein Großhandelsumsatz von 84,8 Millionen Euro, was einem Plus von 10,9 Prozent entspricht. Verbraucher kauften für rund 118,6 Millionen Euro beispielsweise Kaffee, Schokolade, Tee, Honig und Handwerksartikel ein. „Wir haben damit die Erwartungen übertroffen. Wachstumstreiber war ganz besonders unsere Bio-Schokolade", sagt Gepa-Geschäftsführer Matthias Kroth. Auch in den ersten drei Monaten sei die Gepa sehr positiv ins Jubiläumsjahr gestartet. „Auch im April liegen wir mit unseren Umsätzen jedoch spürbar über dem Vorjahresniveau“, so Kroth. Allerdings machten stark gestiegenen Rohwarenpreise etwa bei Kaffee und Kakao zum 1. April eine weitere Anpassung der Endverkaufspreise notwendig.
Nächste Woche erscheint die neue Ausgabe der BIOwelt.
Viel Spaß beim Lesen!
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